Die FBG Pegnitz unterstützt die Kampagne der AGDW – Die Waldeigentümer.
Die AGDW repräsentiert ca. zwei Millionen Waldbesitzer in Deutschland.
Nachfolgend eine Stellungnahme vom Präsidenten der AGDW Prof. Dr. Andreas Bitter und eine Einschätzung zum Gesetzentwurf.
AGDW-Präsident Prof. Dr. Andreas Bitter unterstreicht:
„Ein stabiler Wald ist die Grundlage, um die nachhaltige Holzproduktion sowie weitere unverzichtbare Ökosystemleistungen zu sichern. Um auf die Herausforderungen durch den Klimawandel und seine Folgen reagieren zu können, braucht es neben der Erfahrung und Kreativität der Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer vor allem Freiraum und Flexibilität in der Bewirtschaftung. Das geltende Bundeswaldgesetz hat sich bewährt und ist auch in den kommenden Jahren eine gute Grundlage für die Waldbewirtschaftung. Wir brauchen Pragmatismus, kein Bürokratiemonster, das den notwendigen, klimaresilienten Waldumbau lähmt und Misstrauen sät“. (Quelle: AGDW)
Die Kritik am Gesetzentwurf zusammengefasst:
1. Unterbewertung des Wirtschaftsfaktors Wald
Der Gesetzentwurf vernachlässigt die wirtschaftliche Bedeutung des Waldes. Die Holzproduktion ist in den Zielen des Gesetzes und den Ökosystemleistungen untergeordnet, was die Bedeutung des Wirtschaftsfaktors nicht angemessen widerspiegelt.
2. Rückwärtsgewandte Baumartenwahl
Die Vorgabe der Verwendung „weit überwiegend heimischer Baumarten“ entspricht dem unzutreffenden Denkmodell einer statischen potenziell natürlichen Waldvegetation. Dieser Blick in den „Rückspiegel“ ermöglicht vor dem Hintergrund von Klimakrise und Standortdrift aber keine Zukunftsorientierung.
3. Kriminalisierung der Waldbesitzer
Die im Gesetzentwurf erstmals vorgesehenen Straf- und Bußgeldvorschriften werden als Kriminalisierung gegenüber den Waldbesitzenden gewertet. Es wird der Eindruck vermittelt, die Waldbesitzenden seien die „Schuldigen“ am schlechten Zustand ihrer Wälder.
Quelle: Die Privatwaldbetriebe BLK